Fallstudien

Case Study: AGFEO TK-Suite

Entwicklung einer Server-Client Infrastruktur mit Desktop-Clients

Ausgangslage

Das Bielefelder Unternehmen AGFEO produziert hochwertige und leistungsfähige Telefonanlagen für den Einsatz im privaten und im geschäftlichen Umfeld. Zur engen Integration einer AGFEO-Telefonanlage in den den täglichen Arbeitsablauf und zur Konfiguration der Anlagen benötigte AGFEO eine Softwarelösung, die den großen Funktionsumfang der AGFEO-Telefonanlagen mit dem gewohnten Komfort in einer Desktop-Anwendung vereint.

Konzeption und Technologie

Nach einer ausführlichen Anforderungsanalyse und einer Grobkonzeption der Zielfunktionalität stand die Auswahl der zu verwendenden Technologien an. Die Anforderung, eine möglichst kleine und schnelle Serverkomponente zu entwickeln, die auch auf Embedded-Systemen innerhalb der TK-Anlagen laufen kann, führte zu der Entscheidung, den Server in klassischem ANSI-C zu implementieren. Im Frontend fiel die Wahl auf das objektorientierte Qt-Framework der Firma Nokia (vormals Trolltech), welches die Entwicklung von performanten Anwendungen ermöglicht, die auf den Plattformen Windows, Mac OS X und Linux lauffähig sind. Die Multiplattformfähigkeit der Anwendung bietet AGFEO die Möglichkeit, die Vorzüge der Telefonanlagen auch in heterogenen Netzwerken voll auszuspielen.

TK-Suite

AGFEO TK-Suite LogoErgebnis der Entwicklung ist das Softwarepaket "TK-Suite", welches kontinuierlich weiterentwickelt und um sinnvolle Features erweitert wird. Neben einer ausgewachsenen, serverbasierten Kontaktverwaltung ist auch eine umfangreiche, netzwerkfähige Desktop-CTI-Anwendung integriert, mit der Teilnehmer aus der gemeinsamen Kontaktdatenbank direkt angerufen werden können. Die CTI-Anwendung bietet zusätzlich Wiedervorlagen, einen Verbindungsmonitor und eine Chat-Funktion. Um die Software in bestehende Systeme integrieren zu können, unterstützt TK-Suite auch Standards wie LDAP, vCard oder SOAP. TK-Suite ist plattformübergreifend in C und C++ implementiert und läuft performant auf Embedded-Systemen, Linux, Mac OS X und Windows Rechnern.

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Case Study: interstil Diedrichsen

Konfiguration und Kommissionierung von modularen Produkten

Ausgangslage

interstil Diedrichsen ist spezialisiert auf die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Vorhang-Garnituren. Die Einzelteile der hochgradig konfigurierbaren Produkte wurden in der Vergangenheit in separaten Tabellen und Dokumenten gehalten, so dass nur eine suboptimale, heterogene Abbildung der Artikel vorhanden war.
Die Kommissionierung von Bestellungen und die Anfertigung von Katalogen gestaltete sich zunehmend aufwändiger.

Anforderungen

interstil Diedrichsen suchte daher nach einer Softwarelösung, die die zentrale Pflege aller Artikeldaten ermöglicht und über ein Regelwerk den Aufbau und die Kalkulation von Garnituren erleichtert. Die Software sollte zudem mehrere Sprachen und Währungen unterstützen, um das international tätige Unternehmen in allen Märkten unterstützen zu können.
Auch die Erstellung von Print- und CD-Katalogen sollte durch die Software teilautomatisiert und stark vereinfacht werden.

Lösungsansatz

Technische Grundlage der entwickelten Softwarelösung bildet das Microsoft .NET-Framework, da es sich sehr eng mit der vorhandenen Infrastruktur des Unternehmens verbinden lässt. Im Produktdesigner werden alle Produktdaten in einer Baumstruktur mit Vererbung vorgehalten und können über ein definierbares Regelwerk miteinander verknüpft werden. Die im Produktdesigner erfassten Daten werden per Export weiteren Anwendungen, z.B. einem maßgeschneiderten Kommissionierprogramm, zur Verfügung gestellt.
Das Kommissionierprogramm dient der Erfassung der eingehenden Aufträge und unterstützt das Unternehmen im gesamten Prozess von der Erfassung einer Bestellung bis zum Versand der fertigen Garnitur. Zur Veröffentlichung der im Produktdesigner entworfenen Produkte dienen weitere Anwendungen, die Daten an Adobe Indesign liefern oder eine CD-Anwendung erstellen können.

Einsatzgebiet und Verbreitung

Die geschaffene Softwareumgebung bietet die nötige Flexibilität, um die Produktvielfalt des Unternehmens perfekt abzubilden und den gesamten Prozess von der Bestellung bis hin zum Versand zu steuern. Die Software wird intern und extern von einer großen Anzahl von Mitarbeitern täglich genutzt. Die aus dem System heraus erzeugte Katalog-CD hat eine Auflage von etwa 3000 Stück.

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